Die Verfassung, die Bundesgesetze und die staatlichen Vorschriften sehen das Recht der Arbeitnehmer vor, unabhängige Gewerkschaften zu gründen und sich ihnen anzuschließen, kollektiv zu verhandeln und gesetzliche Streiks durchzuführen. Wildcat-Streiks sind nicht erlaubt. Das Gesetz verbietet gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung und bietet Rechtsbehelfe, um Schadenersatz zu verlangen, einschließlich der Wiedereinstellung von unrechtmäßig entlassenen Arbeitnehmern. Am 24. Mai kündigte Reporter ohne Grenzen eine Vereinbarung mit dem Bundesnachrichtendienst an, um die Überwachung der Metadatenaufzeichnungen von Anrufen durch die Behörde zu beenden. Beim FTE liegt Sachsen unter den ehemaligen ostdeutschen Regionen an der Spitze, hinkt aber national hinterher. Im Jahr 2015 lagen die Bruttoausgaben für Forschung und Entwicklung bei 2,7 % und damit leicht unter dem nationalen Durchschnitt (2,82 %), aber deutlich über dem europäischen (2,04 %). (Eurostat, 2019). Der FTE-Bereich ist nach deutschen Standards öffentlich orientiert. Im Jahr 2015 betrug der Anteil der regionalen FuE-Ausgaben 44 % (1,3 Mrd. €) gegenüber 68 % im nationalen Durchschnitt (Eurostat, 2019). Ebenso tragen die Gesamtausgaben der Region für Forschung und Entwicklung mit 3,5 % (3,1 Mrd.

EUR) zum deutschen Gesamtwert bei, was dem Anteil der Region am BIP (3,7 %) entspricht. (Eurostat, 2019). Auch die Zahl der PATENTanmeldungen des EPA je 100.000 Einwohner (9,3 im Jahr 2012) bleibt deutlich unter dem deutschen Durchschnitt (23,03). Der Anteil der Beschäftigung in Hightech-Industrien und wissensintensiven Dienstleistungen lag mit 3,9 % deutlich unter dem nationalen Durchschnitt von 4,2 % (2016) (Eurostat, 2019). Die Region beherbergt eine der renommiertesten technischen Universitäten des Landes, die Technische Universität Dresden (TU-Dresden), eine der elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands mit einem bemerkenswerten Schwerpunkt in technischen Bereichen und Naturwissenschaften. Die Hauptbereiche sind: Naturwissenschaften und Mathematik, Bau- und Umwelttechnik, Ingenieurwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Medizin und Lehrerausbildung. In Sachsen gibt es vier staatliche Universitäten, eine institutionell getrennte Graduiertenschule, fünf staatliche Fachhochschulen, fünf staatliche Kunstuniversitäten und fünf Fachhochschulen (Studieren in Sachsen, 2019). Rund 50 außeruniversitäre Forschungsinstitute, darunter vier Helmholtz-Einrichtungen, sechs Institute der Max-Planck-Gesellschaft, 14 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, acht Institute der Leibniz-Gemeinschaft, eine Zweigstelle eines solchen Instituts sowie sechs aus regionaler Ebene geförderte Institute (Ausseruniversitäre Forschung, 2019). Trotz einer Vielzahl von Hochschulen und Forschungseinrichtungen hatten in Sachsen nur 31,6 % der 30- bis 34-Jährigen ein Hochschulniveau erreicht (2018), was unter dem bundesdeutschen Durchschnitt (34,9 %) liegt. und deutlich unter dem europäischen Durchschnitt (40,7%) (Eurostat, 2019).